Ganzheitliche Tiertherapie und Tier-Bildarchiv Nicole Kumpf

Die Homöopathie

Nach fast 20 Jahren praktischer Erfahrung mit den eigenen Tiere, habe ich beschlossen doch noch eine Ausbildung in dem Bereich zu absolvieren, da aus dem Bekannten und Kundenkreis immer wieder Hilferufe kamen, so habe ich von 2010-2013 die Veterinärhomöopathie studiert und die Abschlussprüfung erfolgreich beim Bildungswerk für Therapeutische Berufe/BTB abgelegt

Homöopathie ist individuell!

Homöopathie -die Behandlung nach dem Ähnlichkeitsprinzip- ist ein bereits aus der vorchristlichen Zeit bekanntes medizinisches System, das in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen zu heilen versucht und dabei meist Medikamente aus natürlichen Substanzen (mineralisch, pflanzlich, tierisch) in stark verdünnter Form verwendet. Je stärker verdünnt, desto höher die sogenannte Potenz. Träger der Substanzen sind Streukügelchen aus Rohrzucker sogen. Globuli, Tabletten aus Milchzucker oder Dilutionen. Viele Menschen meinen fälschlicherweise die Naturheilkunde im Allgemeinen sei Homöopathie. Als Homöopathie bezeichnet man aber eine eigenständige, individuelle Heilmethode, bei welcher üblicherweise zunächst eine ausführliche Anamnese gemacht wird, der Behandler und Tierhalter setzen sich zusammen und erarbeiten einen umfassenden Bericht, der die gesamte Krankengeschichte des Tieres umfasst, sowie viele andere Informationen die benötigt werden, wie mögliche Ursachen, wann fühlt sich das Tier, besser, unter welchen Umständen schlechter, was hat es für Vorlieben, wovor hat es Angst, wie ist der Charakter uvm. um das individuell passende Mittel zu finden. Deshalb ist es auch nicht möglich ein Mittel auf ein anderes Tier mit den selben Symptomen zu übertragen, oder bei Symptom A Mittel B einzusetzen, es wird immer individuell erarbeitet.

Vorsicht - Homöopathie hat entgegen der weitläufigen Meinung doch "Nebenwirkungen" !

Der Behandler verordnet je nach Fall ein Mittel in einer gewissen Potenz und erwartet darauf hin vom Tierbesitzer, dass er es aufmerksam beobachtet, was auf die Mittelgabe hin passiert, das ist wichtig, um den Krankheitsverlauf und die Mittelwirkung beurteilen zu können. Sie sollten auf keinen Fall ein anderes homöopathisches Mittel dazwischen geben oder gar ein Komplexmittel, das mehrere Substanzen enthält, denn entgegen der weitläufigen Meinung hat Homöopathie durchaus auch Nebenwirkungen!

Die Potenz muss der Lebenskraft angepasst sein!

Gerade wenn man als Laie mit Homöopathie hantiert, sollte man folgendes wissen:

1. Potenzen sind mit Bedacht auszuwählen, hohe Potenzen wie eine C200 oder 1000 sollten nur vom versierten Behandler eingesetzt werden. Zu hohe Potenzen können die Lebenskraft eines alten, sehr kranken oder geschwächten Tieres überfordern und das Gegenteil bewirken.

2. Wechselwirkungen - Es gibt Mittel die sich gegenseitig aufheben oder sogar feindlich wirken, mischt man solche, kann sich das ganze Krankheitsbild verschieben und ist für den Behandler nur noch schwer nachvollziehbar, weil neue und andere Symptome dazu kommen.

3. Achtung Arzneimittelprüfung! Bei zu häufiger oder nicht passender Gabe eines Mittels. In dem Fall stellen sich Symptome ein, die das Mittel in unverdünnter Form bewirken würde. Leider hat es hier schon Fälle gegeben, die tödlich endeten, weil tiefpotenzierte Gifte wie z.B. Arsenicum Album zu gedankenlos eingesetzt worden sind bzw.  zu oft wiederholt wurden. Bestimmte Mittel sind auch für trächtige Tiere contraindiziert, weil sie einen Abort auslösen können.

Weiterhin gibt unterschiedliche Möglichkeiten wie das Mittel wirken kann, insgesamt zählen wir 12 mögliche Krankheitsverläufe. Im besten Fall wirkt es sofort ohne Erstverschlimmerung und kommt auch nicht wieder. Leider sind solche Fälle, inbesondere, wenn es sich um eine lange und chronische Krankengeschichte handelt, eher selten. Es können sich nach der Mittelgabe durchaus Symptome einstellen, die das Tier früher schon einmal hatte oder es können sich auch weitere Symtome einstellen, die das Mittel mit sich bringt. Das ist nicht als negativ zu werten, sondern kann durchaus im Heilungsverlauf passieren, die Krankheit vergeht in umgekehrter Weise, wie sie gekommen ist (Heringsche Regel). Empfindsame Wesen können durchaus auf ein Mittel mit verstärkten Entgiftungsreaktionen reagieren, in der Regel verschwinden diese Symtome nach wenigen Tagen. Sollten die Symptome nicht erträglich sein, muss man das Mittel antidotieren, hierfür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, in dem Fall bitte den fachkundigen Behandler zu rate ziehen. Contraproduktiv wäre dann, wenn man sich an den Tierarzt wendet, der im schlimmsten Fall die Wirkung des Mittels  mit Cortison oder anderen unterdrückenden Maßnahmen unterbricht.

Für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung, wenn Sie unsicher sind, ob und welches Mittel für Ihr Tier passend wäre. Gerne erarbeite ich auch mit Ihnen zusammen eine Anamnese, um so das passende Mittel für Ihr Tier zu finden!